Testa hat das weltweit einzige schultermuskelfrei – Sattelkonzept. Kurz und Schulterfrei für Dressur, Freizeit und Tölt

Die Deutschland-Premiere des Swimo-Systems fand Ende 2012 auf der Fachmesse Pferd & Jagd in Hannover im Pferdegesundheitsforum »EQUO VADIS« statt. Dort wurde das  Schulterfrei – Testa-Sattelkonzept erstmals vorgestellt.

Die Technologie (das Schultermuskelfreie bzw. Schulterfrei – Sattel-System mit besonders viel Bewegungsfreiheit) wurde zunächst zum europäischen Patent und später als Weltpatent angemeldet. Hier die Informationen zum Patent: www.sattelinnovation.de

Das Schultermuskelfreie-Kurzsattel-Konzept „SWINGING-MOTION“ ( Schulterfrei Sattel) wurde von Theo Stamm 2010 entwickelt nach 2 Jahren Erprobung war das System dann 2012 serienreif. Heute wird es für alle TESTA-Sattel-Modelle geliefert. Über die enge Zusammenarbeit und die uneingeschränkte Zustimmung zu den Schulterfrei Sattel-Systemen durch viele Physiotherapeuten, Osteopathen, Tierkliniken und Trainer in ganz Europa und auch in den Vereinigten Staaten freuen wir uns ganz besonders. Mit den folgenden Informationen erklären wir Ihnen die Hintergründe und positiven Auswirkungen dieses neuen, patentierten Sattel-Systems, auf die Gesundheit und Bewegung Ihres Pferdes.

„SWINGING-MOTION“ steht für schwingende, schwungvolle Bewegungen. Das „SWINGING-MOTION“-System ermöglicht durch das Schulterfrei-Konzept den perfekten Bewegungsfluss in der Verbindung von Reiter und Pferd. Es bezeichnet die ganze Unterseite des Sattels, also die Rückenkissen, das überganglos von diesem durchgehende neue Vollpolster-Seitenkissen sowie die Form des neuen, schultermuskelfreien Schweißblattes. Schulterkissen sind bei dabei nicht mehr erforderlich. Das gesunde Sattelsystem, schulterfrei und kurz mit viel Bewegunsgfreiraum.

Hier ein Auszug aus dem Patenttext der „SWINGING-MOTION“-Technologie:

»Durch die erfindungsgemäße Rückstellung gewährleistet der Sattel vorne eine absolute Schulterfreiheit- und Schultermuskelfreiheit, seitlich die ungehinderte Beweglichkeit bei der Streckdehnung und hinten durch eine nachstehend näher beschriebene spezielle Kissenstellung bis maximal zum achtzehnten Brustwirbel eine optimale Biegefähigkeit.«

Hier das schultermuskelfrei zurückgestellte SWIMO-Vollpolster-Seitenkissen des Modells TESTA BRILLANT.

Hier das schultermuskelfrei zurückgestellte SWIMO-Vollpolster-Seitenkissen des Modells TESTA BRILLANT mit viel Schulterfreiheit.

Die Muskeln der Schulter-Bewegungszone
Die Muskeln der Schulter-Bewegungszone

Die Muskeln der Schulter-Bewegungszone

Bei dieser Atrophie ist das Ganglion Stellatum unter starkem Druck

Bei dieser Atrophie ist das Ganglion Stellatum unter starkem Druck

TESTA SWIMO: fördert die Biomechanik

SWINGING-MOTION lässt die Schulter-Muskeln spielen (schulterfrei und aktiv)

Der Trizeps-Muskel Musculus triceps brachii, der hinter dem Ellenbogen liegt (Ellenbogenmuskel genannt), bildet zusammen mit dem Schultergelenkmuskel Musculus deltoideus (dem sogenannten Oberarmstrecker) die Schulterbewegungszone. Hier wird die Schulterfreiheit des Schulterfrei-Konzeptes in seiner Vollkommenheit ermöglicht.

Diese Muskelgruppe ist verantwortlich für eine energetisch aktive und ausdrucksstarke Vorhandbewegung, sowohl in der Vorwärts- als auch in der Rückwärts-Dehnung. Gleichzeitig übernehmen diese beiden Muskeln die energetische Versorgung des bis zum 10./11. Rippenbogen reichenden Trapezmuskels.
Nur beim Schultermuskelfrei-System von Theo Stamm ist diese Muskelgruppe völlig frei von Druck oder Berührung durch das Schulterkissen, da dies in seiner ursprünglichen Art nicht mehr vorhanden ist. Diese Muskeln können nun ihren benötigten Bewegungsraum ungehindert ausnutzen. Das ursprüngliche Schulterkissen wird abgelöst durch das neue Vollpolster-Seitenkissen.

Der seitliche, große Rückenmuskel Musculus latissimus dorsi sowie die darüber liegenden Faszien (das sind die Weichteilkomponenten des Bindegewebes) werden aufgrund des weichen Vollpolster-Seitenkissens mit seinem fließenden Übergang sowohl vom Rückenkissen als auch vom ehemaligen Schulterkissen (also der Vorderseite aus) nicht mehr gequetscht. Unter diesem neuen Kissen können sich die Faszien und die darunter liegenden Fasern des seitlichen Rückmuskels quetschfrei und gleitend bis in den Rückenbereich bewegen. Die anatomisch ohnehin begrenzte Biegefähigkeit der „mittleren“ Wirbelsäule im Bereich des 9. bis 14. Rippenbogens (also der Bereich, bei dem die Rippen nicht fest mit dem Brustbein verbunden sind) wird durch das neue Seitenkissen ermöglicht, da nun keine Quetschung im Ansatz zur Rückenlendenbinde und dem Ausläufer des Trapezmuskels mehr erfolgt.

SWINGING-MOTION schulterfrei macht locker

Durch die „Schulterfrei-Bewegung“ entsteht eine kürzere Lockerungs- und „Abschnaub-Phase“ und die Pferde können schneller und gelöster die angestrebte Vorwärts-Abwärts- Dehnungshaltung erreichen und die Seitwärtsbiegung erfolgt ohne den sonst oft erheblichen anfänglichen Widerstand. Gleichzeitig wurde die Auflagefläche des Rückenkissens um über 30% (kann je nach Modell abweichen) vergrößert. Der seitliche Abstand vom Sattelblatt zum Pferd konnte durch den Wegfall des häufig sehr dicken Schulterkissens im Bereich der Schenkeleinwirkung durch den Reiter auf ein Mindestmaß von teils unter 2,5 cm (modellabhängig) reduziert werden, was feinere Hilfen ermöglicht.

SWINGING-MOTION vermeidet Druck

Ein Muskel, der sich rein statisch verhält, also ohne sich an – und abspannen oder verlängern und verkürzen zu können, verliert sehr schnell seine Kraft. Die sich bei herkömmlichen Sätteln meist unter dem Sattel- bzw. Schweißblatt bewegenden Muskeln arbeiten dann, also wenn sie sich nicht frei und ungehindert entfalten können, gegen einen Widerstand und bauen lediglich Spannungen im Muskelinneren auf. Durch diese Spannungen und überhöhten Druckpunkte werden Sauerstoff-, Eiweiß- und Kalziumzufuhr wegen dem verminderten Energietransport deutlich reduziert. Die anschließenden Muskelpartien der energetischen Versorgungskette (hier insbesondere die von dieser Versorgung abhängigen Trapezmuskeln) werden ebenfalls nicht mehr ausreichend versorgt und es kommt zur Übersäuerung und Ermüdung der betroffenen Muskelpartien. Bei ungleich verteiltem, also quasi punktuellem Druck auf den Oberarmstrecker und den Ellenbogengelenksmuskel ist also neben dieser Muskelgruppe selbst besonders der wichtige Trapezmuskel betroffen. Dies häufig in ganz besonders starkem Maße bei Sätteln, die ein vorgestelltes Sattel-/Schweißblatt besitzen. (Vielseitigkeit und Springen)Hierbei entstehen die höchsten, unkoordinierten Druckimpulse.

Dies wird durch die neue Kissenform ausgeschlossen, jeglicher Seitendruck wird vermieden.

Das SWINGING-MOTION schulterfrei-Konzept verhindert Dauerstolpern

Es kommt dann im Allgemeinen schleichend zur Trapezmuskelschwäche (Atrophie) mit den negativen Auswirkungen für jeglichen Bewegungsfluss. Um dieser Rückbildung Rechnung zu tragen, wird meist zunächst die Kammerweite des Sattels reduziert, was das Problem jedoch signifikant verstärkt. Die Folge ist nicht selten Dauerstolpern durch zu starken Pressdruck des Kopfeisens auf das Nervengeflecht Ganglion stellatum (das Nervengeflecht aller Säugetiere, das bei massivem Druck eine Vorhandblockade auslöst).

Durch die Abnahme der Muskelmasse liegt dieses Geflecht quasi ungeschützt, irgendwann direkt unter der oberflächlichen Haut bzw. Hautmuskulatur (Musculus cutaneus) und den bereits geschwächten und kraftlosen Muskelfasern. Mit dem neuen System „SWINGING-MOTION“ entsteht diese Atrophie nicht, da die regelmäßige und kontinuierliche energetische Versorgung gewährleistet ist. Eine bestehende Atrophie kann sogar – je nach Alter und Training des Pferdes – bereits nach 2 bis 6 Monaten wieder ausheilen.

Unter pferderatgeber.blogspot.de finden Sie weitere interessante Erklärungen von Theo Stamm zu dem Thema „Warum stolpern Pferde“.

SWINGING-MOTION schulterfreie Kurzsättel fördern die Biomechanik

Weitere Bereiche bei der ungleichen Druckverteilung auf die seitlichen Muskelgruppen sind die Faszien, also die „bindegewebrigen“ Häute, die alle Strukturen des Körpers – vor allem alle Muskeln, Bänder und Sehnen – umhüllen und verbinden. Sie gehören zum parasympathischen Nervensystem, einem alles umspannenden „Netzwerk“, das Biomechanik erst ermöglicht. Wegen der Sensibilität dieser Faszien übrigens reagiert ein Pferd durch punktuelles Zucken bereits beim Landen einer Fliege auf seinem Körper. Sie werden bei herkömmlichen Sätteln häufig in „Un- Harmonie“ gebracht durch Quetschungen oder Druckpunkte und dadurch bedingte Faltenbildung der Haut bei Bewegung im Bereich der üblicherweise unebenen Schweißblatt-Unterseiten. Abhilfe schaffen dann nur gute Osteopathie-Behandlungen.

Sie bestehen in der Kunst, „unharmonische“ Zug- und Verspannungskräfte in diesem Netzwerk aufzuspüren, zu entspannen und zu mobilisieren, bis sich die gesamte Biomechanik wieder harmonisiert (Biomechanische Stimulation).

Diese gravierenden Probleme, die häufig bei den bisherigen Sattelkonstruktionen entstehen, werden durch das neue System verhindert.

SWINGING-MOTION unterstützt Reiten in Dehnungshaltung

Heute spricht wieder jeder gute Trainer und Reiter vom Reiten in Dehnungshaltung. Dies war schon vor Jahrhunderten der wichtigste Grundsatz in der Klassischen Reitlehre, sie war leider lange Zeit in Vergessenheit geraten. Auch in seinem Buch über die sanfte Reitweise mit Klein- und Islandpferden beschreibt der Entwickler diesen wesentlichen Grundsatz. Lockere Dehnungshaltung ist das erste Ziel, das es zu erreichen gilt, um mit dem Pferd seine Balance zu finden, Verspannungen ab zu bauen und bei aktiv tätiger Hinterhand den Rücken zum Schwingen anzuregen, also in der Gesamtheit einen guten Bewegungsdialog zu führen. Nur wenn sich der Rücken optimal aufwölbt kann das Pferd „über den Rücken“ gehen, d.h. weit unter treten, den langen Rückenmuskel zur bestmöglichen Tragfähigkeit dehnen und die Bauchmuskeln zusammen ziehen.

Durch die möglichst nahe an der Vermessungslinie der Testa-Rückenvermessung in Aufwölbung (Dorsiflexion) liegenden passend berechneten Kissenformen des SWIMO®-Systems wird  dies möglich. Das Ergebnis sind besser und freier laufende, gesündere Pferde mit mehr Dynamik und fließenden Bewegungen, leichterer Biegefähigkeit und Dehnung, einer insgesamt ungehinderten Biomechanik des kompletten Bewegungsapparates sowie einem ausgeglichenen Muskeltonus.

Allerdings müssen Pferde, die einen extrem „tiefen“ , also schlechten Rücken haben, dies erst wieder lernen. Durch geeignete Maßnahmen (Rückenschule) und gerade Kissen wird dies bald erreicht sein. Die anfängliche Brückenbildung im Stehen ist in der Übergangszeit unvermeidlich, wird aber durch die richtigen Reiterhilfen vermieden. Gut ausgebildete und qualifizierte Trainer können dies ihren Reitschülern (oder Berittpferden) schnell lernen.  Alles ist möglich dank Testa Sätteln mit viel Schulterfreiheit.

SWINGING-MOTION unterstützt dank viel Schulterfreiheit schwungvollere Bewegungen

Den Sattel als die wichtigste Schnittstelle zwischen Reiter und Pferd zu begreifen und die ganzheitlichen Zusammenhänge zu dieser wichtigen Einheit herzustellen, ihn als die wichtigste Hilfe des Reiters zu erkennen – das ist das Ziel der neuen Entwicklung.

Damit erreicht der Reiter eine bessere Verständigung und Kommunikation mit dem Pferd sowie eine harmonische Hilfengebung, die die Losgelassenheit unterstützt und nicht blockiert. Ob zum lockeren, raumgreifenden Trab, einem gut gesprungenen Galopp, den Transversalen oder Vorhandwendungen in der Dressur, der besseren Bascule beim Sprung, dem kraftvollen Antritt und ein deutliches Untertreten im Tölt, dem hohen Tempo durch weiten Raumgriff im Rennpass: „SWINGING-MOTION“ hilft Ihrem Pferd, seinen natürlichen Bewegungsfluss auch mit Reiter zu erreichen, ihn unter guten, feinen Reitern gar noch zu steigern. Die Hilfen werden feiner dosiert, da die Pferde sensibler werden für die reiterlichen Einwirkungen und Impulse.

So können Sie die Talente und Stärken Ihres Pferdes ins rechte Licht rücken, und Ihr Pferd und sich selbst in die erwünschte positive Körperspannung bringen, geschmeidig in der Bewegung mitgehen, und diese fein unterstützen oder ihr gar flüssig folgen.

Dies und mehr erleben Sie und Ihr Pferd mit dieser weltweit einzigartigen, neuen Sattelentwicklung.

Doch eines kann dieses System nicht: Einen guten Reiter ersetzen!

Aber es kann helfen, schneller ein solcher zu werden.

Hier das schultermuskelfrei zurückgestellte SWIMO-Vollpolster-Seitenkissen des Modells TESTA SNUG.

Hier das schultermuskelfrei zurückgestellte SWIMO-Vollpolster-Seitenkissen des Modells TESTA SNUG.